Sonntag, März 05, 2006

The way to God's chosen country!

Freitag war es mal wieder so weit, das Polo Racing Team machte sich bereit, um in das gelobte Land aufzubrechen. Die größte Hürde stand schon morgens an, um 8.30 hieß es Klausur schreiben, die leider nicht so verlief, wie ich mir das erhofft hatte...
Der aufkommende Frust wollte mich fast zurückhalten den Weg in die Heimat anzustreben, doch der verlockende Geschmack das Zäpfles ließ nicht locker, so geschah es, dass ich um 16.00 auf der Autobahn stand. Ja, stand, es ging einfach nichts mehr, die Volkskrankheit Schneepanik hatte umsich gegriffen, man sieht eine Flocke und fährt schonmal nur noch 80km/h. So verbrachte ich geschlagene 2h um 8km voranzukommen, die Kippen verschwanden geradezu rasend schnell in meinen Lungen und die Panik griff um sich, dass ich die nächste Tanke nicht vor der letzte Kippe erreichen könnte. Also fuhr ich von der Autobahn ab, um mein Glück auf der Landstraße zu versuchen, nach kurzem Nachfragen im nächsten Dorf, stand ich 10min später wieder auf der Autobahn, neben dem Auto, das ich vorher verlassen hatte...
Als es endlich weiterging, wählte ich die linke Spur, die zwar vereist war, aber es ging einfach schneller, allen Mut zusammengenommen flog ich regelrecht Frankfurt entgegen, mit ca 70km/h.
Geschlagene 6h nach meiner Abfahrt kam ich im Paradies an.
Kurz Essen eingeworfen und es ging weiter mit dem Muggl in de Holzer, ach wie war das schön, nach Wochen der Entbehrung gab es wieder Zäpfle in gemütlicher Atmosphäre.
Nachdem ich 6 Pils intus und der Muggl genug von seinem Pils- und hauptsächlich Coke-Abend hatte, war die Gesellschaft nicht mehr zu ertragen und wir machten uns im sommerbereiften Peugeotle auf die 20 cm Neuschnee zu durchpflügen.
Jetzt mag der ein oder andere denken, wir können die zwei Idioten nur so verantwortungslos sein, denen mag entgegnet werden, dass es nachts um 2.30 war, es immernoch schneite und bei uns auf dem Dorf die Wahrscheinlichkeit 1 zu 10000 ist, dass uns da noch jemand begegnet.
Die kurze Heimfahrt war dem Meister des Sommerreifens nicht genug, also ging es ab auf die Feldwege und dann in den Wald. Winterwunderland trifft die Atmosphäre, es war der Wahnsinn, der Schnee reichte bis zum Nummernschild und das Auto sah böse tiefergelegt aus.
Es lief alles rund, bis wir auf die Idee kamen, dass man den Buckel zu meiner Garage noch erklimmen könnte und dafür mussten wir leider abbremsen, seeehr unvorteilhaft, dann ging gar nichts mehr.
Nach mehreren Anläufen waren wir tiefer im Wald als vorher und selbst die Fußmatten brachten uns nicht mehr aus den Schneebergen, also wurde die Operation 'Reverse Gear' geschaltet, Plan B griff sofort und so ging es eben rückwärts durch den Wald, klappte wunderbar und wir kamen heil und um eine Erfahrung reicher sicher daheim an. Fazit: Glück musst du haben und bremse nie, auch wenn es nur leicht den Berg hochgeht...
Wie sagt man so schön, mal soll sein Glück nicht ausreizen...
Samstag ging es nämlich geradeso weiter, es lag zwar weniger Schnee, aber der Muggl wollte fahren, so kam es dann auch und wir parkten im Schnee an der Straße, wobei es rechts den Buckel hinunter ging. Ich hab ja nicht gesagt, dass es schwer wird, da wieder rauszukommen, aber auf mich hört ja keiner und so wurde mein Einwurf mit einer Handbewegung abgetan.
Nach einem geselligen Abend ging es dann wieder raus in die klirrende Kälte und auf einmal waren die Bedenken bei allen da, ob man da auch so leicht wieder rauskommt.
Der Muggl war schlicht der Meinung, dass im die Sonne aus dem Arsch scheint, stieg voller Selbstbewusstsein in sein Auto, schlug die Räder zu hart ein und gab zu allem Übel noch zu viel Gas. Es kam wie es kommen musste, das Auto rutschte nach rechts, saß mit der Frontschürze auf und es gab kein Entrinnen mehr...
Nach zwei, drei vergeblichen Versuchen gab er es auf und die Eltern von Il Duce wurden angerufen. Wenn man sich auf eines verlassen kann, dann sind es italienische Familienbande. Die Cosa Nostra rückte an, gut getarnt mit Frau am Steuer, kaum ging es aber ans Rausziehen, ließ das Oberhaupt der la familia Taten sprechen und zog uns mit einem Grinsen raus. Tja Muggl, der Tag wird kommen, an dem du ihnen einen Gefallen erfüllen werden musst.
So endete ein Wochenende im Schnee.
Fazit: Sehr lustig, sehr nervenaufreibend und eine Seele wurde verkauft...